ILIAS-Blog
ABOUT ILIAS #2: Open Source und Standards

ILIAS gehört schon lange zu den meistgenutzten Lernmanagement-Systemen Europas und ist aus der Welt der Aus- und Weiterbildungen kaum mehr wegzudenken.
Ein Grund ist sicher die Offenheit des gesamten Systems: Der Code von ILIAS ist open source. ILIAS ist standardkonform. Und wird getragen von einer offenen Community.
Schauen wir uns das einmal genauer an in unserem ABOUT ILIAS-Beitrag #2: Open Source und Standards.
Sie haben den ersten Beitrag der Reihe verpasst? Hier entlang zu „ABOUT ILIAS: Die Software“.
Oder hier entlang, um durch alle Beiträge mit dem Schlagwort „ABOUT ILIAS“ zu stöbern.
ILIAS lebt den Open Source-Spirit
„Open Source“ bedeutet, dass der Quellcode öffentlich ist. Jede Institution, aber auch jede Privatperson kann den Code einsehen, prüfen und für eigene Zwecke verändern. ILIAS muss nicht eingekauft werden: Code schnappen, auf einem Server installieren und los geht’s.
Das schafft Unabhängigkeit und Vertrauen.
Es gibt keine Lizenzkosten. Keine Bindung an einen Anbieter. Jeder und jede Administrator:in entscheidet individuell, wo die eigenen Daten liegen und wie das System betrieben wird.
Das hat konkrete Vorteile:
- Administrator:innen bleiben handlungsfähig.
- Sie können Anforderungen selbst umsetzen oder umsetzen lassen.
- Sie sind nicht von Feature-Entscheidungen eines einzelnen Unternehmens abhängig.
Zugriff auf den Code bedeutet Gestaltungsfreiheit.
Der Open Source-Spirit zieht sich durch die gesamte ILIAS-Community. Gemeinsam wird entwickelt, nach Lösungen gesucht und Hand in Hand an einer noch besseren Software gearbeitet. Dabei bleibt das „Gemeinwohl“ immer im Vordergrund. Nicht ohne Grund sind auch zahlreiche der entwickelten Plugins frei verfügbar.
Offenheit braucht auch Struktur
Offenheit allein reicht nicht aus. Vor allem bei einer so umfangreichen Software wie ILIAS und einem entsprechend diversen Einsatzgebiet. Damit Systeme zusammenarbeiten, braucht es gemeinsame Regeln.
Hier kommen Standards ins Spiel.
ILIAS unterstützt eine Vielzahl etablierter E-Learning-Standards. Dazu gehören unter anderem SCORM, xAPI und LTI.
Das ist in der Praxis von entscheidendem Vorteil, denn es sorgt dafür, dass ILIAS mit anderen Systemen „sprechen“ kann. Es lässt sich erweitern. Man ist nicht abhängig von einem einzelnen Anbieter, sondern kann eine Vielzahl verschiedener Software miteinander kombinieren. Beispielsweise Autorentools, Videoplattformen, Contentmanagement-Systeme und weitere. Für das eigene, ganz individuelle Szenario.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Inhalte bleiben nutzbar, auch über Systemgrenzen hinweg
- Verschiedene Werkzeuge lassen sich flexibel kombinieren.
- Bestehende Systeme können angebunden werden.
Das vermeidet Insellösungen.
ILIAS ist zukunftssicher
Steht man vor der Wahl einer (neuen) Lernplattform, geht es nicht nur um Funktionen und die Vereinbarkeit mit bereit bestehender Software. Auch die Zukunftssicherheit, die Planbarkeit, spielt eine große Rolle.
Können Sie Ihr System weiterentwickeln?
Können Sie auf neue Anforderungen reagieren?
Können Sie bestehende Strukturen einbinden?
Open Source und offene Standards bieten genau hierzu klare Antworten. Sie schaffen die Grundlage dafür, dass ILIAS nicht nur heute passt, sondern auch morgen. Und übermorgen. Und weit darüber hinaus.
Dass es so bleibt, dafür sorgt unter anderem der Verein, der hinter ILIAS steht. Er sorgt für die Struktur in der Entwicklung und bietet einen verlässlichen Rahmen für die Zusammenarbeit. Im nächsten Beitrag werden wir uns intensiver mit den Vereinsstrukturen befassen. Bleibt also gespannt!